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Warum ich vermehrt auf Linux sogar auf dem Desktop setze

Windows oder Linux, eine Glaubensfrage ?

Im Serverbereich stellt sich die Frage quasi nicht. Man nimmt zu 90 Prozent ein Linux seiner Wahl. Auf dem Desktop sieht es schon wieder anders aus. Linux hat da mit 3 Prozent Nutzern quasi recht deutlich das nachsehen. Windows dominiert hier. Man könnte fragen ob es auch daran liegt das Windows bei nahezu jedem Desktop Rechnerkauf schon seit Jahrzehnten gratis dabei liegt, oder ob sich hier die Angst vor Veränderungen breit macht. Wenn man Diskussionen zu diesem Thema verfolgt, könnte man Glauben es geht hier um Religion…also quasi ein Glaubenskrieg.

Was nutze ich am Desktop ?

Ich persönlich nutze derzeit ein Dualboot aus Windows 10 und Linux Ubuntu Budgie 21.10. Gerne würde ich Windows ganz von der Platte schmeißen, aber auch im Jahr 2021 gibt es nun mal vor allem in der Musikproduktion leider keinen Ausweg oder keinen Ausweg ohne auf zu viel verzichten zu müssen. Ganz ehrlich…es ärgert mich. Nicht das die Musikproduktion in Linux nicht möglich ist, sondern das die Unternehmen quasi Linux als Support System nicht in die engere Auswahl nehmen. Ich habe z.B verschiedene VST Plug Ins die aber unter Linux nicht lauffähig sind und auf welche ich nicht verzichten kann. Ärgerlich nur deshalb ein Betriebssystem installieren und verwalten zu müssen. Und so nutze ich vermehrt Linux und nur für die Sound Sachen noch Windows.

Auf meinen Alltagsdesktop nutze ich derzeit Ubuntu Budgie, betreibe aber reges Distrohopping. Das bedeutet, das ich verschiedene Linux Betriebssysteme und Desktops ausprobiere. Von Manjaro, Arco Linux, reines Arch auf der einen Seite, aber auch Zorin, Linux Mint und Fedora auf der anderen habe ich die verschiedensten Flavours ausprobiert. Derzeit fahre ich wie gesagt mit Ubuntu Budgie ganz gut und bin vollauf zufrieden.

Wieso Linux auf dem Desktop nutzen ?

Es gibt verschiedene Gründe Linux statt Windows einzusetzen. Von der Datensicherheit über die allgemeine Sicherheit bis zu der Vielfalt die Linux bietet. Es ist unbestritten, das Windows enorm viele Daten sammelt und auswertet. Hier werden sogar die Browserverläufe ausgelesen usw. Es gibt zwar Programme die hier eingreifen und zumindest einen Teil der Sammelwut von Windows entgegen treten, aber ganz abstellen kann man die Geschwätzigkeit nicht. Und genau hier tut sich Linux hervor. Fast alle Distributionen verzichten auf die Datensammlerei. Nichts wird ausgewertet und für Profit verkauft oder genutzt. Zudem zielen quasi alle Viren, die auf Desktoprechnern zu Hause sind, sich aufgrund der Verbreitung allesamt auf Windows und nicht auf Linux. Linux hat einen so kleinen Marktanteil, das es sich für die Cyberkriminellen einfach nicht lohnt und Linux so verschont wird. Und zuletzt hat Linux noch einen Vorteil, den man aber auch als Nachteil auslegen kann. Die Vielfalt. Es gibt schätzungsweise hunderte verschiedene Linux Distributionen und etliche Desktops. Während einige sich ähneln gehen andere wieder einen ganz anderen Weg. Wer neu in Linux ist fühlt sich ob der Vielfalt meist erschlagen…aber wer ein wenig Zeit investiert und experimentierfreudig ist wird sicherlich die Distrubition finden, die seinem Workflow zu hundert Prozent entgegen kommt.

Ich weiß noch nicht ob Linux das richtige für mich ist !

Es gibt sicherlich recht viele die geneigt sind Linux eine Chance zu geben, aber den Aufwand scheuen sich gleich eines zu installieren. Hier gebe ich den Tip mit Virtualbox auch unter Windows. Hier kann man Linux ganz bequem installieren und ausprobieren. Das gute ist, man kann verschiedene Container mit verschiedenen Linuxen einsetzen oder auch einen bei nichtgefallen wieder löschen. Hier kann man sich ein erstes Bild machen von Linux und so genauer einschätzen ob ein Systemwechsel gemacht werden soll. Man muss ja noch nichtmal auf sein Windows verzichten, selbst wenn man Linux auf dem Desktop normal installiert. Dank Dualboot laufen beide Systeme auf dem Rechner ohne Probleme. Und die dritte Möglichkeit ist ein Livestick zu erstellen. Hier kann man in das Livesystem des genutzten Linux eintauchen und kann sich für den ersten Blick etwas umschauen. Also…es gibt fast keine Ausreden Linux sich wenigstens mal anzuschauen. Die Eintrittsschwelle in diese Welt ist sehr gering.

Für den Anfang empfehle ich Ubuntu oder Debian basierte Distrubitionen wie Linux Mint, Ubuntu oder Zorin OS. Hier ist das Netz voll von Hilfeartikeln und Foren die Anwender auch schon bei der Ersteinrichtung unterstützen können. Einen Überblick über alle Ddistrubitionen gibt es unter anderem hier: Distrowatch.com

Nun vielleicht viel Spass beim ergründen der Linuxwelt. Schreibt mir in den Kommentaren was ihr so für ein Betriebssystem so nutzt und vor allem auch weshalb. Ich würde mich freuen.

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